Heinrich: Kampf gegen Hunger untrennbar vom Kampf gegen HIV/Aids

(Berlin) Zur Veröffentlichung des Weltberichts zu Hunger und Unterernährung 2003 erklärt der Afrika-Experte der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

Weltweit hungern mehr als 840 Millionen Menschen. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. Die Politik hat es in den letzten Jahren nicht geschafft, die Zahl der Hungerleidenden zu reduzieren. Im Gegenteil: das Milleniumziel, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 zu halbieren, ist weiter entfernt als je zuvor.

Eine Hauptursache für die Verschärfung der Hungerkrise ist nach Ansicht der FAO die Ausbreitung von HIV/Aids. Meine Erfahrungen stützen diese Meinung. Gerade im südlichen Afrika sind meist junge, produktive Menschen von der Krankheit betroffen, die als Arbeitskräfte vor allem in der Landwirtschaft ausfallen. Deshalb fordere ich die rot-grüne Bundesregierung nochmals nachdrücklich dazu auf, ihren Einsatz bei der Bekämpfung von HIV/Aids zu verstärken und vermehrt Projekte zur Behandlung von HIV/Aids zu unterstützen.
Gleichzeitig fordere ich auch die Entwicklungsländer auf, mehr Initiative im Kampf gegen den Hunger zu zeigen. Den Menschen in den ländlichen Gebieten müssen Chancen zur Entwicklung gegeben werden. Dazu gehören Zugang zu Land und Kreditmöglichkeiten für Frauen und Kleinbauern, sowie der Ausbau der regionalen Handelsstrukturen.