Heinrich: Giftmüll in Somalia gefährdet Menschen und Umwelt!

(Berlin) Zum Bericht der UNEP (United Nations Enviroment Programme), dass der durch den Tsunami an der Küste Somalias angespülte Giftmüll zunehmend Gesundheits- und Umweltschäden verursacht, erklärt der Afrika-Beauftragte der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

Die große Welle der Hilfsbereitschaft, die dem Tsunami folgte, hat Afrika bisher leider völlig übersehen. Besonders Somalia war schwer betroffen. Hier verloren 300 Menschen ihr Leben, 54.000 wurden ihrer Behausungen und ihrer Boote, die ihre wirtschaftliche Grundlage bildeten, beraubt. Allein dies wäre Grund genug, auch in Somalia einen angemessenen Teil der 500 Millionen Euro einzusetzen, die die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Frau Heidemarie Wiezcorek-Zeul, den Opfern der Tsunamikatastrophe versprochen hat.
Doch ein weiteres dramatisches Problem offenbart erst jetzt das ganze Ausmaß der Katastrophe.

Durch die Wellen wurden Fässer mit hochgiftigen Flüssigkeiten, radioaktiver Abfall und anderer Industriemüll angespült. Die Bevölkerung an der Küste ist akut gefährdet. Zahlreiche Menschen leiden bereits unter starkem Hautausschlag, Husten und inneren Blutungen, auch Todesfälle hat es bereits gegeben.
Als Industrienation dürfen wir nicht zusehen, wie Müll, der nicht aus Somalia stammt und aufgrund fehlender staatlicher Autorität illegal vor der Küste Somalias verklappt oder einfach ins Meer geworfen wurde und wird, nun hohe gesundheitliche Gefahren durch Verschmutzung der Strände hervorruft. Wir müssen handeln und zwar sehr schnell.
Aus diesem Grund habe ich einen Brief an Frau Heidemarie Wieczorek-Zeul gerichtet, mit der Aufforderung, diesem unhaltbaren Zustand der somalischen Küste und der dramatischen Entwicklung für die Bevölkerung dort nicht tatenlos zuzusehen. Deutschland muss Somalia helfen und andere Industrieländer auffordern, dies auch zu tun.