Heinrich: Gentechnik ist wichtiger Beitrag zur Lösung des Hungerproblems

(Berlin) Zu den Äußerungen von Verbraucherschutzministerin Renate Künast zur grünen Gentechnik beim Treffen der EU-Agrarminister in Belgien erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

Im Gegensatz zu den Grünen wird die FDP weiter alle parlamentarischen Hebel in Bewegung setzen, damit die großen Chancen der grünen Gentechnik nicht leichtfertig verspielt werden. Mit gentechnisch veränderten Pflanzen bieten sich zahlreiche Ansatzmöglichkeiten, um einen zentralen Beitrag zur Lösung von umwelt-, agrar-, verbraucher-, entwicklungspolitischer- und ernährungsphysiologischer Probleme zu leisten.

Insbesondere die Entwicklungsländer selbst sehen in der grünen Gentechnik einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Hungerproblems. Das Beispiel des „Golden Rice“ unterstreicht die großen Chancen der grünen Gentechnik für die Menschen in den Entwicklungsländern. Viele Vorurteile gegen diese Technologie treffen einfach nicht zu. Für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland war der Stopp der so genannten „Genkonsens-Gespräche“ zu Beginn des Jahres bereits eine Belastung und hat die Verbraucher zusätzlich verunsichert. Es ist richtig und notwendig, daß die Bundesregierung aus der selbstgestellten Sackgasse heraus kommen will. Dazu muß sich die SPD allerdings erst von den „Grünen“ Fortschrittsverweigerern befreien.