Heinrich: Blockade bei Grüner Gentechnik endlich aufgeben

(Berlin) Zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

Die Anhörung hat das ganze Dilemma der Grünen Gentechnik nochmals aufgezeigt: Einen Stillstand ohne ernsthaften Dialog. Auf der einen Seite verweisen Wissenschaft, Wirtschaft und die FDP auf die großen Chancen dieser Schlüsseltechnologie. Auf der anderen Seite sehen Umweltverbände, Vertreter der ökologischen Landwirtschaft, die Grünen und Teile der SPD stets nur die Risiken, auf deren Basis sie die Grüne Gentechnik grundsätzlich ablehnen.

Dieser Stillstand in Deutschland und in Europa hätte mit der so genannten Kanzlerinitiative überwunden werden können und müssen. Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich Bundeskanzler Schröder nochmals nachdrücklich auf, bei der Grünen Gentechnik endlich eine Politik ohne Scheuklappen umzusetzen. Weiteres Zögern und Zaudern können wir uns nicht mehr erlauben. Ein Konfrontationskurs gegen die betroffene Wirtschaft und Wissenschaft wie ihn Ministerin Künast und Minister Trittin weiterführen wollen, muss unverzüglich durch einen ernsthaften Dialog ersetzt werden. Ziel dieser Gespräche muss es sein, im nächsten Jahr gentechnisch veränderte Pflanzen auch großflächig in Deutschland zu Forschungszwecken anzubauen. Nur so haben wir überhaupt die Möglichkeit, die Daten zu erhalten, die erforderlich sind, um mögliche Risiken zu bewerten.