Heinrich: Aussaat ermöglichen ? Darfur-Flüchtlinge müssen zurückkehren!

(Berlin) Zu den heutigen Beratungen des UN-Sicherheitsrates über die Situation in der Region Darfur im Sudan erklärt der Afrika-Beauftragte der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrich Heinrich:

In Darfur ist jetzt Regenzeit. Die Zeit, wo normalerweise die Aussaat auf die Felder ausgebracht wird, damit in wenigen Monaten die Ernte eingebracht werden kann. Doch für die Flüchtlinge in der Region Darfur ist nichts mehr normal. Ihre Dörfer sind zerstört und unsicher und in den Lagern können sie keine Landwirtschaft betreiben. Deshalb ist es jetzt wichtig, dass die Rückkehr der Menschen in ihre angestammten Gebiete ermöglicht wird.

Dazu sind zwei Voraussetzungen nötig:

1. Die Sicherheit der Menschen muss gewährleistet werden. Die marodierenden Banden müssen entwaffnet und in Demobilisierungslagern für eine sinnvolle Aufgabe vorbereitet werden. Nur so können die Flüchtlinge vor ihnen sicher sein.

2. Zeitgleich muss die Infrastruktur der Dörfer wiederhergestellt werden. Die Bundesregierung muss jetzt in Zusammenarbeit mit den anderen EU-Staaten schnellsten dafür sorgen, dass die Wasserversorgung und eine Mindestgesundheitsversorgung in den Dörfern sichergestellt werden. Hier kann das deutsche THW sicher hervorragende Dienste leisten.

Wenn diese zwei Bedingungen nicht binnen drei Wochen erfüllt werden, müssen die Menschen weitere 16 Monate in den Flüchtlingslagern leben, da eine Selbstversorgung durch eine selbst eingebrachte Ernte nicht erfolgen kann.

Es ist einfacher und billiger jetzt die Dörfer wiederaufzubauen und den Menschen die Rückkehr zu ermöglichen, als eine Million Flüchtlinge anderthalb Jahre lang in Lagern zu versorgen.

Es gibt nicht nur unabdingbare Forderungen an die Regierung von Karthum, sondern auch an uns selbst.