Goll und Homburger: „Wir sind bereit!“

(Stuttgart). Die FDP Baden-Württemberg ist trotz der Stimmenverluste der Liberalen in Nordrhein-Westfalen hocherfreut über den dortigen Machtwechsel. Landesjustizminister Ulrich Goll wertete das Wahlergebnis als "Sieg der Vernunft". Der designierte FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im Südwesten im März 2006 sagte der dpa am Sonntagabend in Stuttgart: "Ich freue mich, dass es eine schwarz-gelbe Regierung mehr gibt. Man sieht auch, dass man zwei Parteien zum Regieren braucht."

Goll fügte hinzu: "Wir werden alles daran setzen, dass wir bei der Wahl im kommenden Jahr noch besser abschneiden.» Die FDP büßte nach ersten Prognosen zwar knapp vier Prozentpunkte ein, kam aber mit etwa sechs Prozent der Stimmen wieder in den Düsseldorfer Landtag. Den Verlust erklärte Goll unter anderem damit, dass der FDP an Rhein und Ruhr durch den Tod des früheren Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann ein wichtiges Zugpferd für die Wahl gefehlt habe.

Die Landesvorsitzende Birgit Homburger erklärte zum Wahlausgang: "Das rot-grüne Projekt ist am Ende. Die baden-württembergische FDP ist auf Neuwahlen gut vorbereitet und wird im Herbst einen wichtigen Beitrag zum Ende von Rot-Grün leisten."