Goll: ?Noten auch für Schulen!?

Auf dem Kleinen Landesparteitag der baden-württembergischen FDP forderte der Spitzenkandidat Prof. Dr. Ulrich Goll heute in Karlsruhe die Einführung von Noten für Schulen:

?Es kann nicht sein, dass unsere Kinder für alles und jedes Noten bekommen, die Schulen selbst aber überhaupt nicht nach Qualität bewertet werden. Es ist doch traurig?, sagte Goll: Auch die schlechteste Schule müsse sich um den Schülernachschub keinerlei Sorgen machen. Egal, ob eine Schule gut oder schlecht sei, sie habe die Schüler immer sicher, so Goll weiter. ?Eine schlechte Schule aber verdient unsere Kinder nicht!?

Pisa hat es schmerzlich ans Licht gebracht. Der Bildungsstand von Kindern an deutschen Schulen ist im europäischen Vergleich weit von der Spitze entfernt. ?Dafür fallen mir zwei mögliche Erklärungen ein?, sagte Goll: ?Entweder sind unsere Kinder dümmer oder es liegt an der Qualität unser Schulen?.

Ein gesunder Wettbewerb um das beste Bildungsangebot wäre der Qualitätsverbesserung sicher zuträglich. ?Ich fände es richtig, wenn sich die Eltern künftig aussuchen könnten, welche Schule ihr Kind besucht. Unsere Aufgabe ist es dabei zum einen, endlich die starre Einordnung in Schulbezirke abzuschaffen. Vor allem aber müssen wir den Eltern für die Auswahl der besten Schule eine objektive Orientierungshilfe an die Hand geben. Ich denke dabei an ein landesweites Schulranking, wie es in anderen Ländern gang und gäbe ist?, erklärte der liberale Spitzenkandidat.

Selbstverständlich müsse ein solcher Leistungsvergleich auf objektiven Grundlagen basieren, betonte Goll. Solche ließen sich aber nur durch eine regelmäßige Evaluation der Schulen erzielen; und zwar durch eine unabhängige Stelle außerhalb des Schulbetrieb. ?Wenn nämlich allein die Schulaufsicht die Qualität der Leistung ihrer Schulen überwacht, ist das vielleicht nicht gerade das Gelbe vom Ei. Denn bekanntlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Die Bayern haben ein externes Evaluationsmodell entwickelt, das auch für Baden-Württemberg interessant sein könnte?, zeigte sich Goll überzeugt.

Bei den Schülern heißt es heute schon: Wer zum zweiten Mal durchfällt, muss die Schule verlassen. Goll: ?Ich will, dass schlechte Noten künftig auch für Schulen Konsequenzen haben und es dann heißt: Schlechte Noten ? weniger Schüler. Wer seine Hausaufgaben nicht macht, soll schauen, wo er bleibt.?