FDP startet in den Bundestagswahlkampf

Heute versammelten sich die 400 Delegierten der Südwest-FDP zu ihrem 94. Ordentlichen Landesparteitag im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart.
Als Redner traten Landeschef Walter Döring, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion Ernst Pfister, Prof. Dr. Karl Sperling vom Institute of Human Genetics, Charité Campus Virchow-Klinikum und der stellvertretende Landesvorsitzende Ulrich Eidenmüller auf. Als Überraschungsredner konnte die baden-württembergische FDP am späten Nachmittag noch den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden Jürgen W. Möllemann begrüßen, der dem Parteitag ein kurzes Grußwort widmete.

Walter Döring sprach in einer kraftvollen Rede zum Thema „DIE FDP – GARANT EINER ERFOLGREICHEN REGIERUNG“ und Ernst Pfister hatte sich das Motto „BADEN-WÜRTTEMBERG HÄLT KURS – DIE ERFOLGE LIBERALER REGIERUNGSPOLITIK“ auf sein Redemanuskript geschrieben.

Prof. Sperling referierte in einem spannenden Vortag unter der Überschrift „DAS HUMANGENPROJEKT: MEDIZINISCHE KONSEQUENZEN UND ETHISCHE IMPLIKATIONEN“. Der stellvertretende Landesvorsitzende Ullrich Eidenmüller brachte den Leitantrag des Landesvorstandes ein, um dessen Thema sich eine spannende Diskussion entwickelt hatte: Den Umgang mit der Bio- und Gentechnologie in Zeiten der Entschlüsselung des menschlichen Genoms.
Der Antrag des Landesvorstandes wurde nur mit knapper Mehrheit gegen einen Antrag der Jungen Liberalen nach einem „Hammelsprung“, d.h. einer Einzelzählung der abgegebenen Stimmen durch das Verlassen und Wiederbetreten des Sitzungssaales durch die Delegierten, angenommen.

Am späten Nachmittag begrüßte die Südwest-FDP, zweitstärkster Landesverband der FDP bundesweit, die Führungsspitze der Partei aus Nordrhein-Westfalen: Parteichef Guido Westerwelle und Jürgen W. Möllemann, der ein kurzes aber kräftiges Grußwort an die Delegierten richtete, dabei an das Wahlkampf-Ziel 18% erinnerte und zum gemeinsamen Kampf für dieses Ziel aufrief.