FDP Baden-Württemberg und Bayern gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren für mehr Generationengerechtigkeit

Die Vorsitzenden und Generalsekretäre der FDP-Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg haben sich am 10. März in Senden zu einem Fachgespräch mit den Wirtschaftsjunioren getroffen. Große Einigkeit herrschte im Bezug auf die Rentenpläne der großen Koalition. Christian Wewezow, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, forderte, den Ausverkauf der nächsten Generation zu stoppen. Darauf mache der Verband mit einer Postkartenaktion aufmerksam. Alexander Kulitz, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Ulm, erklärte: „Wir gönnen jedem seine wohlverdiente Rente, aber wir müssen uns klar machen, dass die nächste Generation das ausbaden wird – auch die Kinder und Enkel derjenigen, die jetzt von dem Rentengeschenk der Regierung profitieren.“ Die Landesvorsitzenden der FDP Bayern und Baden-Württemberg, Albert Duin und Michael Theurer, unterstützten die Aktion der Wirtschaftsjunioren.

Neben der Generationengerechtigkeit war vor allem das Problem der europäischen Jugendarbeitslosigkeit und der Fachkräftemangel Gesprächsthema. „Man muss Armut an der Wurzel anpacken und den akuten Fachkräftemangel bekämpfen“ so Michael Theurer. Er unterstützt damit die Forderung der Wirtschaftsjunioren Deutschland, den Fachkräftemangel durch die duale Ausbildung europäischer Jugendlicher zur begegnen. Derzeit gibt es alleine in den Unternehmen der Wirtschaftsjunioren Deutschland 50.000 offene Stellen. „Allein wir Wirtschaftsjunioren könnten also einer ganzen Kleinstadt Beschäftigung bieten, und zwar vom Ingenieur über den Bürokaufmann bis hin zu ungelernten Tätigkeiten“, sagt Alexander Kulitz. Das so genannte Anerkennungsgesetz ist dabei sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. „Es ist jedoch ein Versagen im Quadrat, dass die Bundesregierung solch wichtige Programme wie Mobi Pro EU nicht ausreichend fördert. Dabei sind die Zahlen alarmierend. So wird prognostiziert, dass es bis 2030 einen Rückgang der potenziellen Erwerbstätigen von bis zu 6.4 Millionen geben wird. Es ist daher dringend eine europäische Qualifizierungsoffensive notwendig. Gerade der weltweite Exportschlager, die duale Ausbildung muss wieder stärker in den Fokus genommen werden“ betont der Baden-Württembergische Landeschef der FDP Michael Theurer.
Neben den zahlreichen Einzelgesprächen der jungen Unternehmer aus der Region mit den Vertretern der FDP wurde im Rahmen einer Betriebsführung durch die Produktion der Firma ESTA auch auf die Belange der Mitarbeiter eingegangen. Für Patrick Meinhardt, Generalsekretär der FDP Baden-Württemberg ist dabei klar: „Zurück zu unseren Wurzeln heißt für uns Liberale gerade auch wieder aktiv Anwalt des Mittelstandes zu sein, der der eigentliche Job- und Ausbildungsmotor in Deutschland ist“