Ernst Pfister : Verkürzung der Erstausbildungszeiten rasch einführen

(Stuttgart) Der Vorsitzende der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Ernst Pfister, hat auf dem Elternvertretertag der FDP/DVP-Landtagsfraktion die rasche Einführung des achtjährigen Gymnasiums in ganz Deutschland nach dem Vorbild Baden-Württembergs gefordert. ?Diese deutliche Verkürzung der Erstausbildungszeiten wäre eine der entscheidenden Stellschrauben, um eine Senkung der Lohnnebenkosten zu erreichen?, sagte Pfister vor Elternvertretern im Stuttgarter Landtag. Nach den Worten Pfisters sind die deutschen Gymnasiasten ?mit 19 oder 20 Jahren noch immer an der Schule und kommen damit im internationalen Vergleich zu spät an die Hochschulen.? Wenn die jungen Leute nach dem Studium ein Jahr früher in den Beruf einsteigen würden, könnten die Rentenbeiträge um einen Prozentpunkt gesenkt werden?, so der FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende. Pfister begrüßte in diesem Zusammenhang die flexible Einschulung, die baden-württembergischen Kindern bereits mit fünf Jahren den Schulbesuch ermöglichen wird.?

Die Einhaltung der Regelstudienzeit an den Hochschulen würde zu einer weiteren Senkung um einen Prozentpunkt führen. Das gesamte Entlastungsvolumen bei den Rentenbeiträgen bezifferte Pfister auf bis zu 20 Milliarden Euro. „Die Lohnnebenkosen sind mit zurzeit 42 Prozent viel zu hoch“, stellte der FDP-Politiker fest. Baden-Württemberg stelle deshalb bereits heute diejenigen Hochschulen besser, deren Studierende innerhalb der Regelstudienzeit ihr Examen ablegten. Pfister: „Auch dies muss bundesweit Nachahmung finden.“