Döring: ? Wir brauchen eine ausgewogene Zusammensetzung in Kindergärten und Schulen!?

(Stuttgart) Der baden-württembergische FDP-Landesvorsitzende, Wirtschaftsminister Walter Döring stellte heute aufgrund der neuesten PISA-Auswertung die Forderung auf, in Kindergärten und Grundschulen für ein ausgewogenes Verhältnis von deutschen und ausländischen Kindern zu sorgen.

Eine Detailuntersuchung des Berliner Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung kam zu dem Ergebnis, dass ein Ausländeranteil von mehr als 20 Prozent in einer Schule zu einer sprunghaften Verringerung des Lern- und Leistungsniveaus führen kann. Gezielte Fördermaßnahmen der Schulen und der Schulaufsicht würden erst eingeleitet, wenn eine kritische Schwelle beim Ausländeranteil bereits erreicht sei, so dass sie oftmals zu spät kommen.

?Es gibt in unseren Großstädten aber Hunderte von Grundschulen, in denen nicht 20, sondern 50, 60 70 Prozent oder mehr der Kinder ausländischer Herkunft sind. Hier werden die Chancenlosen von morgen produziert, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Die Politik darf die Lehrerinnen und Lehrer mit diesem Problem nicht länger allein lassen?, so Döring.

Döring forderte im Interesse von Schülern, Eltern und Lehrern als Konsequenz eine Quotenregelung, die hilft, das Problem erst gar nicht entstehen zu lassen.

Döring: „Niemandem, auch nicht den Kindern mit Migrationshintergrund ohne ausreichende Deutschkenntnisse, ist geholfen, wenn Schulen und Kindergärten zu Ghettos werden.“

In diesem Zusammenhang wies Döring auch auf die USA hin. Dort wird seit Jahrzehnten, etwa mit Hilfe des sog. „school busing“, dafür gesorgt, dass durch den Schülertransport zwischen Wohngebieten eine ausgewogene Verteilung der ethnischen Gruppen und sozialen Schichten erreicht wird.

Döring: „Sozial ist für mich, die Schwächeren entsprechend ihren Möglichkeiten optimal zu fördern, damit sie in unserer Gesellschaft eine Chance haben. Deswegen müssen wir die Bildung von sozialen Brennpunkten auch an Schulen dadurch verhindern, dass wir von vornherein für eine lernadäquate Zusammensetzung von Kindergärten und Grundschulklassen sorgen.“