Döring: ?Wer sich zwanghaft an die Wehrpflicht klammert, schwächt die Bundeswehr und gefährdet Deutschlands Bündnisfähigkeit!?

(Stuttgart) Zu den Plänen von Verteidigungsminister Peter Struck, die Wehrpflicht auf vier Monate zu verkürzen, erklärt der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Walter Döring:

?Die Ankündigung, den Wehrdienst auf vier Monate zu verkürzen, ist der politische Offenbarungseid eines konzeptionslosen Verteidigungsministers. Selbst Fahrschüler brauchen dann länger für einen Führerschein als für den Wehrdienst bei der Bundeswehr. Es ist der letzte Versuch, sich entgegen jeglicher Realität, zwanghaft an die Wehrpflicht zu klammern. Spätestens jetzt wird deutlich, dass die Wehrpflicht ein überkommenes Relikt aus der Zeit des Kalten Krieges ist. Die Zeiten haben sich aber gewandelt. Wir brauchen heute eine hoch motivierte und gut ausgestattete Truppe und keinen schwerfälligen Bundeswehrapparat, der mit ?Vier-Monats-Azubis? Deutschlands internationale Verpflichtungen zu erfüllen versucht.

Wer sich zwanghaft an die Wehrpflicht klammert, der schwächt die Bundeswehr und gefährdet in hohem Maße Deutschlands Bündnisfähigkeit. Nur eine Freiwilligenarmee kann die internationalen Anforderungen noch erfüllen, deshalb fordert die FDP auch die Aussetzung der Wehrpflicht und die Schaffung einer reinen Berufsarmee. Es wird Zeit, dass SPD und CDU sich von der Wehrpflicht verabschieden und endlich zugeben, dass es schon lange keine Wehrgerechtigkeit mehr gibt und die Bundeswehr mit dem derzeitigen Zuschnitt im internationalen Umfeld nicht bestehen kann.?