Döring auf Stratthaus? Vorschläge gespannt

(Stuttgart) Der baden-württembergische FDP-Landesvorsitzende, Walter Döring, reagierte zufrieden auf die Nachricht aus dem Finanzministerium, dass dort gründlich an der Frage der Privatisierung von Landesbeteiligungen gearbeitet werde. Döring: „Das Gutachten von Ernst & Young kann im Finanzministerium mit Sicherheit gut gebraucht werden, da es aus neutraler Sicht sämtliche Landesbeteiligungen analysiert. Tabus, von denen der Finanzminister spricht, darf es aber nicht geben.?

Bei den Landesbeteiligungen handle es sich nach Auffassung Dörings auch nicht um Tafelsilber, das unantastbar sei. Hier handle es sich in vielen Fällen um Betätigungen des Staates in Marktbereichen, in denen der Staat nach seiner Auffassung von Marktwirtschaft nichts zu suchen habe. Mit den erzielbaren Veräußerungserlösen könne darüber hinaus ganz gezielt in die Zukunft der kommenden Generation investiert werden. Nämlich in einen Abbau der Verschuldung sowie in Zukunftsinvestitionen.

Döring wies noch einmal darauf hin, dass die Unternehmenswerte, die Ernst & Young sehr konservativ geschätzt hätte, nichts mit erzielbaren Verkaufspreisen zu tun hätten, die letztlich in konkreten Verhandlungen erzielbar seien. Laufenden oder künftigen Bieterverfahren werde keinesfalls vorgegriffen.

Abschließend zeigte sich der Wirtschaftsminister erfreut darüber, dass bei dem Finanzministerium offensichtlich alle Unterlagen bereits vorlägen. Gespannt warte er nun auf konkrete Vorschläge seines Kollegen Stratthaus.