Döring: „Arbeitsplätze im Haushalt sollen von der Steuer absetzbar sein, wenn Kinder da sind!“

(Stuttgart) Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring hat heute die Wiedereinführung des Sonderausgabenabzug für hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse in Höhe von 9250 Euro gefordert.

?Wer es ernst meint mit der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der muss auch die richtigen steuerlichen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Rote und Grüne haben gerade eben den Sonderausgabenabzug für hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse wieder abgeschafft. Dabei war dies eine Möglichkeit für Familien Haushaltshilfen zu beschäftigen?, sagte Döring.

Die Abschaffung des Sonderausgabenabzugs zum 1.1.2002 habe dazugeführt, dass bisherige Beschäftigungsverhältnisse entweder in die Schwarzarbeit abgerutscht seien oder die Arbeitsplätze ganz wegfielen. „Zudem wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. SPD und Grüne haben sich bisher immer dagegen gewehrt, Kinderbetreuungskosten steuerlich anzuerkennen. Dahinter steckt das Denken, dass sich nur Wohlhabende diese Kosten leisten können, weshalb der Abzugsbetrag als „Dienstmädchenprivileg“ diffamiert wurde“, erklärte Döring.

„Es ist an der Zeit das auch SPD und Grüne erkennen, dass Kinderbetreuungskosten kein Luxus sind, sondern insbesondere bei Berufstätigkeit der Eltern zwangsläufig entstehen. Darauf hat die FDP seit langem hingewiesen. Auf unseren Antrag hin wurde im Rahmen der Steuerreform 1990 der Sonderausgabenabzug für hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse eingeführt und im Jahr 1996 von 12.000 Mark auf 18.000 Mark angehoben. Die FDP will deshalb mit der weiteren steuerlichen Anerkennung von Kinderbetreuungskosten dem Wunsch von Frauen und Familien nach einer besseren Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kindererziehung nachkommen. Generell sollte gelten: Arbeitsplätze im Haushalt sollen von der Steuer absetzbar sein, wenn Kinder da sind“, so Döring abschließend.