Döring: „40.000 Zuwanderer jährlich sind völlig unzureichend!“

(Berlin) Am Rande einer Präsidiumssitzung seiner Partei in Berlin erklärte der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring zu den vorab bekannt gewordenen Empfehlungen der Süssmuth-Kommission:
?Die Zahl von 40.000 Zuwanderern jährlich ist völlig unzureichend. Alle Bevölkerungs- und Wirtschaftsexperten, die sich mit der drängenden Frage der Zuwanderung befasst haben, sprechen von einer nötigen Zuwanderung von 200.000 Menschen im Jahr. Nur mit einer solchen Zahl an Zuwanderern kann dem Fachkräftemangel und dem Auseinanderbrechen der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland entgegengewirkt werden. Die Kommission hat wohl aufgrund der völlig antiquierten und auf Klientelinteressen Rücksicht nehmenden Haltung des Kanzlers und des SPD-Präsidiums der Mut verlassen. Das ist nicht der große Wurf, den sich die FDP erhofft hat. Es ist Zeit, dass sich der Bundestag eingehend mit dieser Frage befasst und dazu auf Grundlage des FDP-Gesetzentwurfes aus dem Jahre 1998 einen Beschluss fasst. Das äußerst enttäuschende Ergebnis der Süssmuth-Kommission zeigt, dass die Bundesregierung parteiübergreifend zu einer Lösung beim Thema Zuwanderung kommen muss. Dazu ist es aber an der Zeit, dass die SPD endlich ihre Vorstellungen auf den Tisch legt. Die Süssmuth-Kommission hat dies nicht beschleunigt sonder eher verzögert.?