Burgbacher/Parr: „Sperrstundenregelungen zur Fußballweltmeisterschaft liberalisieren“

(Berlin). Anlässlich der gestrigen Sitzung der Ausschüsse für Tourismus und Sport zu den Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf die Tourismusbranche erklären der tourismuspolitische Sprecher, Ernst Burgbacher, und der sportpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Detlef Parr:
Die gestrige Anhörung hat erneut unterstrichen, dass sich die Deutschen
auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 im eigenen Lande freuen können. Damit dieses sportliche Großereignis auch zu einem touristischen Erfolg werden kann, muss die Bundesregierung nach Auffassung der Experten allerdings die notwendigen Hausaufgaben erledigen. Folgende
Rahmenbedingungen müssen endlich verbessert werden:

1. Die bestehenden Sperrstundenregelungen müssen deutlich liberalisiert werden. Damit die Fußballfans nicht nach der ersten Halbzeit aus dem Biergartenparadies vertrieben werden müssen, sind die Sperrzeiten in der
Außengastronomie auf 24:00 Uhr zu verlängern.

2. Das Ladenschlussgesetz muss abgeschafft werden. Deutschland darf sich nicht als Dienstleistungs- und Servicewüste präsentieren. Andernfalls sind die angestrebten 800 Mio. Euro Ausgaben durch die 3,2 Mio. erwarteten ausländischen Gäste nicht zu verwirklichen.

3. Weitere Mobilitätsbelastungen wie z.B. eine nationale Kerosinsteuer sind abzulehnen.

4. Die Bundesregierung muss den Reisebus als umweltfreundliches Verkehrsmittel deutlich stärker in ihre Planungen für die
Fußballweltmeisterschaft einbeziehen. Ein reibungsloser Ablauf ist nur mit den Reisebussen zu gewährleisten. Dazu sind endlich die Voraussetzungen für ein ausreichendes Parkplatzangebot für Reisebusse zu schaffen. Ebenso müssen Reisebusse vorhandene Sonderspuren nutzen dürfen.