Burgbacher: Ausdehnung der Gesamtsommerferienzeit auf 90 Tage erforderlich

(Berlin) Zu Meldungen, dass die deutsche Tourismusbranche in diesem Jahr aufgrund der verkürzten Ferienzeiten mit Umsatzeinbußen von über 500 Millionen Euro rechne, erklärt der tourismuspolitische Sprecher und Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Ernst Burgbacher:

„Die FDP-Bundestagsfraktion fordert eine Entzerrung der Sommerferienzeiten und hat hierzu einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht. Ziel ist es, eine weitere Verlängerung der Sommerferienregelung auf einen Gesamtferienzeitraum von 90 Tagen mit möglichst wenigen Überschneidungen vor allem der bevölkerungsreichsten Länder zu erreichen. Die FDP-Bundestagsfraktion wird darauf dringen, dass sich die zuständigen Ausschüsse rasch mit dem Thema befassen.

Die Folgen der derzeit geltenden verkürzten Sommerferienregelung werden aufgrund der Umfrageergebnisse des DTV in maßgeblichen deutschen Ferienregionen deutlich, derzufolge für das laufende Jahr dramatische Umsatzeinbußen in Höhe von rund 500 Millionen Euro zu befürchten sind.

Während im Juni und Juli viele Betten leer blieben, hätten diese im August doppelt und dreifach belegt werden können. Durch jeden ausgefallenen Ferientag entstehen der deutschen Tourismusbranche, insbesondere dem Hotel- und Gaststättengewerbe, große Einbußen. Nach Angaben des DTV bedeutet jeder ausgefallene Ferientag einen rechnerischen Verlust von einer Million Übernachtungen. Bei durchschnittlichen Tagesausgaben der Gäste von 70 Euro wird die wirtschaftliche Dimension sehr deutlich.

Auch die ab dem kommenden Jahr geltende modifizierte Ferienregelung geht nicht weit genug. Es wird weiterhin mit schwierigen Verkehrsverhältnissen, Engpässen in der Hochsaison und damit verbundenen höheren Preisen für die Verbraucher zu rechnen sein. Deshalb setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion für einen Gesamtferienzeitraum von 90 Tagen ein.“