Bankhaus Bär bestätigt: Rülke bei Schweizer Bank unbekannt

Das Züricher Bankhaus Julius Bär hat dem Vorsitzenden der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Hans-Ulrich Rülke, auf seine Anfrage hin bestätigt, dass er bei diesem Bankhaus eine ?uns unbekannte Person“ sei. Rülke war von dem Nachrich-tenmagazin „Focus“ informiert worden, dass der Redaktion eine Daten-CD vorliege, wonach er bei der Schweizer Bank ein Konto in Höhe von 600.000 Schweizer Fran-ken unterhalte. Rülke hatte aufgrund dieser falschen Behauptung Strafantrag wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen den Focus-Informanten gestellt und den Vorgang öffentlich gemacht.
Das Bankhaus Julius Bär weist den FDP-Fraktionsvorsitzenden in diesem Schreiben darauf hin, dass man Unbekannten grundsätzlich keine Auskünfte zu Geschäftsbeziehungen geben dürfe. Allerdings ist aus Rülkes Sicht infolge der Bestätigung der Tatsache, dass er der Bank unbekannt sei, zu schließen, dass er dort auch kein Konto unterhalte.
Der Fraktionschef der Liberalen sieht damit den Verdacht widerlegt, ein Steuersünder zu sein. Seinen Strafantrag gegen den Focus-Informanten hält Hans-Ulrich Rülke aufrecht.
Nach Medienberichten beurteilt mittlerweile auch das Nachrichtenmagazin Focus seine Quelle als unseriös. Der zuständige Redakteur bezeichnet den Informanten in der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Nachrichten als „Trittbrettfahrer, der im Zuge der bundesweiten Steuer-CD-Debatte das Geschäft witterte?. Deshalb hatte der Focus auch von einer eigenen Berichterstattung abgesehen. An dieser Stelle sieht sich Rülke zusätzlich entlastet.