Baden-Württemberg bleibt auf Wachstumskurs

Nach Einschätzung von Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister haben Unternehmen und Beschäftigte guten Grund, optimistisch ins neue Jahr zu blicken. „Die baden-württembergische Wirtschaft hat im Jahr 2010 mit einer überdurchschnittlich starken und schnellen Erholung den Weg aus der Krise gefunden. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird im Jahresdurchschnitt 2010 um gut 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Noch zu Jahresbeginn 2010 war nicht zu erwarten, dass sich die hart vom globalen Abschwung getroffene Wirtschaft des Landes derart rasch erholt. Dieser bemerkenswerte Aufholprozess ist der hohen Leistungsfähigkeit der baden-württembergischen Unternehmen und Beschäftigten zu verdanken“, hob Pfister hervor.

„Baden-Württembergs Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs und wird sich 2011 noch einmal um 2,5 Prozent steigern. Damit wird das Land Ende 2011 sein Vorkrisenniveau wieder erreichen und den Rezessionseinbruch endgültig abhaken können“, erklärte Pfister. „In allen großen Branchen – von der Industrie über den Bau, den Groß- und Einzelhandel bis hin zu den Dienstleistern – verbesserte sich in diesem Jahr die Geschäftslage beträchtlich“.

„Besonders freut mich, dass der wirtschaftliche Aufschwung auch auf dem Arbeitsmarkt ankommt“, betonte Pfister. Mit dem Einsetzen der starken wirtschaftlichen Erholung hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt zunehmend verbessert. Von der positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes profitierten überdurchschnittlich die Jugendlichen. Die Jugendarbeitslosigkeit sank auf Rekordtief und lag im November 2010 bei 2,8 %, nachdem sie vor einem Jahr noch bei 3,9 % gelegen hat.

Die Exportwirtschaft bleibt der Motor der baden-württembergischen Wirtschaft, denn „die Exportzahlen steuern auf das Rekordergebnis von 150 Milliarden Euro zu“. Dabei profitierte die exportorientierte und stark auf Investitionsgüter ausgerichtete Industrie besonders von der hohen Investitionsdynamik in den stark expandierenden Schwellenländern. Bereits heute werden knapp 15 Prozent aller Produkte dorthin abgesetzt. Besonders China, das 7 Prozent der Exporte aufnimmt, ist zu einem enorm dynamischen und wichtigen Absatzmarkt für Baden-Württemberg geworden.

„Die Industriekonjunktur und der wirtschaftliche Aufschwung werden auch 2011 in Fahrt bleiben“, erklärte Pfister. „Der hohe Auftragsbestand nach industriellen Gütern aus dem Inland und Ausland sind klare Signale dafür. Zudem treiben zunehmend Wachstumsimpulse aus dem Inland die Konjunktur an.“ Besonders zuversichtlich blicken die Investitionsgüterhersteller in die Zukunft. Doch auch in den anderen Industriesektoren erwarten die Firmen gute Geschäfte.

„Jetzt kommt es darauf an, die wirtschaftlichen Auftriebskräfte nicht nur vorübergehend, sondern auf Dauer an den Standort zu binden“, sagte Pfister. „Dies wird uns nur gelingen, wenn wir zielstrebig und entschieden den Reformkurs in der Arbeitsmarkt-, Steuer- und Abgabenpolitik fortführen und verstärkt auf Privatisierung und Entbürokratisierung setzen. Zu den Voraussetzungen für nachhaltig mehr Wirtschaftsdynamik gehören auch ein ausreichendes Angebot an Fachkräften sowie qualifizierte Zuwandernde.“