Bachmann: Schluss mit der Studentenlandverschickung

Ein Ende der Studentenlandverschickung durch die ZVS fordert die FDP/DVP-Landtagsfraktion. Ihr hochschulpolitischer Sprecher Dietmar Bachmann MdL stellt klar, dass die Fraktion erwartet, dass die Verlängerung des ZVS-Staatsvertrages mit einer Perspektive für das Ende der ZVS verbunden wird. Er erklärte:

?Die Studentenlandverschickung muss endlich ein Ende finden. Wir setzen uns seit langem für Freiheit bei der Wahl des Studienortes ein. Die deutschlandweite Zuteilung von Studierenden an Universitäten durch die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) mit Sitz in Dortmund ist ein Anachronismus. Sie passt nicht mehr in eine Hochschullandschaft, die von Vielfalt und Exzellenz geprägt ist. Seit 1973 hat die ZVS Studierenden Universitäten und Universitäten Studierende zugeteilt. Eine freie Wahl der Universität für die Studierenden gab es bei ZVS-Verfahren ebenso wenig wie eine Auswahlwahlmöglichkeit der Universitäten bei den Studierenden. Das wollen wir ändern.

Die FDP/DVP-Fraktion erwartet eine klare Perspektive für ein Ende der ZVS.

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat für dieses Ziel einen hervorragenden Weg aufgezeigt: Die ZVS soll in ihrer bisherigen Form abgeschafft werden.
An ihre Stelle tritt eine Serviceeinrichtung, die Universitäten und Hochschulen bei den notwendigen Auswahlverfahren unterstützt ? und zwar auf freiwilliger Basis. Zur Beschleunigung der Verfahren könnte z.B. erfasst werden, wenn ein Studienbewerber bereits einen Studienplatz angenommen hat. Die Universitäten könnten ihn dann aus der Bewerberliste nehmen und so die Verfahren für die übrigen Bewerber beschleunigen. Außerdem könnte die Serviceeinrichtung bei der Entwicklung und
Durchführung von Testverfahren ihre Erfahrungen den Universitäten und Hochschulen als Dienstleistung anbieten.

Dies ist für beide Koalitionspartner ein guter und zukunftsweisender Weg.