Arnold: Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Realschulen zulassen

In einer von der SPD beantragten und von allen Fraktionen leidenschaftlich geführten Landtagsdebatte mit dem Titel ?Bessere Bildung für alle: Gleiche Bildungschancen durch längeres gemeinsames Lernen gegen den Widerstand des Kultusministers durchsetzen? verteidigte die FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Birgit Arnold das gegliederte Schulsystem Baden-Württembergs als ein ?erfolgreiches Schulsystem?. Die Kritiker würden gerne darüber hinwegsehen, dass ?Baden-Württemberg bei PISA 2003 nicht nur national in der Spitzengruppe platziert ist, sondern auch international zum ersten Drittel der Länder mit den besten Lernergebnissen gehört?.

Arnold forderte, dass sich das gegenwärtige Schulsystem allerdings weiter „öffnen und verändern“ müsse. Das gelte besonders für die Hauptschulen, deren Absolventen aufgrund der gestiegenen Ausbildungsanforderungen immer schwerer vermittel-bar seien. Arnold: „Wir brauchen heute viel besser ausgebildete Hauptschüler als noch vor 15 Jahren. Diese Problem werden wir auch anpacken.“

Das Kultusministerium müsse neue Ideen und vor Ort gewünschte Kooperationen zwischen Haupt- und Realschulen auch zulassen, so Arnold. „Wir sind dankbar für neue Ideen, die aus den Schulen kommen.“ Allerdings, so Arnold, liege die Lösung der Probleme nicht in der Umgestaltung und Abschaffung der Realschulen.

Weiter sagte Arnold, dass die in der Bildungspolitik erfolgreichen Staaten besondere Anstrengungen im Vor- und Grundschulbereich leisteten. Gerade auch die Kinder aus Migrantenfamilien müssten, da sie andere Startbedingungen haben, intensiv mit Sprachunterricht gefördert werden.

Hier sei die Koalition zwischen CDU und FDP auf dem richtigen Weg, der aber noch auszubauen ist. Arnold: Ich nenne den Orientierungsplan Kindergarten, in dem die Sprachförderung ein wesentliches Element ist. Ich nenne das Projekt Schulreifes Kind – bis zum Jahr 2012 soll jedes Kind, das in Baden-Württemberg eingeschult wird, entsprechend seiner Begabung in kognitiver, motorischer und sozialer Hinsicht schulreif sein. Es sei auch wünschenswert, weitere Finanzmittel in die Entwicklung von Kindergärten und Grundschulen zu geben. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Erzieherinnen und Erzieher gut ausgebildet sind, damit wir die Grundlage für eine erfolgreiche Bildung der Kinder legen“, so Birgit Arnold.