Arnold: Bildungsvielfalt statt zentralistischer Einfalt

?Bildungspolitik hat mittlerweile einen so hohen politischen Stellenwert, dass sie auf allen Ebenen zur Chefsache geworden ist. Das begrüße ich sehr. Aber eine verantwortungsvolle Bildungspolitik fängt jenseits des medialen Schaulaufens an, das die Bundeskanzlerin mit schönen Kinderbildern veranstaltet hat?, sagte die schulpolitische Sprecherin der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Dr. Birgit Arnold, anlässlich des Bildungsgipfels mit der Bundeskanzlerin. ?Bildungspolitik muss dort stattfinden, wo sie hingehört ? auf der Landesebene. Die baden-württembergischen Liberalen wollen keinen bildungspolitischen Zentralismus, keine bundes-weiten Bildungspläne und auch kein bundesweites Abitur. Das würde für Baden-Württemberg unter dem Strich eine Verschlechterung bedeuten. Wir wollen Bildungsvielfalt statt zentralistischer Einfalt?, so Arnold. Wer das nicht glaube, der solle einen Blick in die derzeit laufende Tosca-Studie werfen. Sie habe in einer ersten Auswertung gezeigt, dass die Abiturienten in Baden-Württemberg den Abiturienten in Hamburg um 78 Punkte voraus sind. Das entspreche einem Lernfortschritt von mehr als einem Schuljahr.
Weiter sagte Arnold: ?Wir wollen einen echten Bildungsföderalismus. Gerade der Wettbe-werb der Länder untereinander ermöglicht es, neue Wege zu gehen, neue Konzepte erproben und Misserfolge zu begrenzen. Das ist echter Bildungsföderalismus ? hier haben wir in Baden-Württemberg einen Beitrag geleistet zur Fortentwicklung der Bildungslandschaft in Deutschland. Wir sind hier auf einem guten Weg: Mit dem Projekt schulreifes Kind, den gemeinsamen Bildungshäusern von Kindergärten und Grundschulen, mit den Jugendbegleitern, den pädagogischen Assistenten, mit dem Projekt islamischer Religionsunterricht, dem Berufseinstiegsjahr und der HauptschulVergleichsstudie mit Sachsen sind wir erneut bundesweit die ersten.?