?Anhebung der ?Ist-Versteuerungsgrenze? bei der Mehrwertsteuer hilft kleinen und mittleren Unternehmen

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister hat die Entscheidung des Bundesrats zur Anhebung der so genannten ?Ist-Versteuerungsgrenze? bei der Mehrwertsteuer auf 500.000 Euro als wichtigen Schritt hin zu einer unternehmerfreundlicheren Steuerpolitik bezeichnet.

?Ich fordere den Bundestag auf, diesen Beschluss des Bundesrats aufzugreifen und umzusetzen. Denn in Zeiten der wirtschaftlichen Krise ist dies ein Mittel, um kleinen und mittleren Unternehmen die so dringend erforderliche Liquidität zu sichern?, betonte Pfister, der sich bereits seit langem für die Anhebung der Ist-Versteuerungsgrenze bei der Mehrwertsteuer einsetzt.

Nach Pfisters Worten ermöglicht die ?Ist-Versteuerung? es, dass kleine und mittelständische Betriebe die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent gegenüber dem Finanzamt nicht vorfinanzieren müssen. Stattdessen müssen sie die Mehrwertsteuer erst dann an das Finanzamt abführen, wenn der Auftraggeber die Rechnung auch beglichen hat. Dies ist eine Ausnahme vom Regelfall der so genannten Soll-Besteuerung, die eine Versteuerung nach vereinbarten Entgelten vorsieht. Der Bundesrat fordert, die Ist-Versteuerungsgrenze bundesweit und unbefristet von bislang 250.000 ? auf 500.000 ? anzuheben.